Segelgeschehen
Was Sie letzte Woche verpasst haben
Mittwoch 20 April 2011
Die Swiss Sailing Team AG, die in der Schweiz die Schweizer Segelelite betreut, hat am 12. April in der Genfer Société Nautique ihre Struktur und ihr Kader vorgestellt. Wie Teamchef Rainer Staub vor den zahlreich erschienenen Zuhörern verlauten liess, könnte die Schweiz 2012 durchaus ihre seit 1968 erste Olympiamedaille im Segeln gewinnen. Seine Worte wurden von den ebenfalls anwesenden Junioren der SNG-Wettkampfgruppe natürlich positiv aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit überreicht der Club de SST einen Check in Höhe von CHF 10’000 für ihre Tätigkeiten. Mehrere Regatteure der „Nautique“ arbeiten auf eine Qualifikation für London 2012 hin. Auch der junge Guillaume Girod will erste Olympiaerfahrungen sammeln. Er belegte am Europa Cup der Laser in La Rochelle den 6. Rang, während Sébastien Schneiter bei den Lasern 4.7 auf Platz 2 fuhr.
Bei den Mehrrümpfern machten die Extreme Sailing Series in dieser Saison zum zweiten Mal in China (Qingdao) Halt. Es kam zu vielen spektakulären Kenterungen, deren Bildern sich im Internet wie ein Lauffeuer verbreiteten. Gewonnen hat die Regatta Paul Campbell James auf Luna Rossa. Dahinter folgten Emirates Team New Zealand und Groupe Edmond de Rothschild. Alinghi wurde 5. Die elf Extreme-40-Katamarane treffen sich Ende Mai in Istanbul zur dritten der insgesamt neun Stationen.
Die Hochseeszene hat freudig auf die jüngste Nachricht der IMOCA-Klasse reagiert. Kurz nach der Bekanntgabe der Vertragsauflösung mit Pascal Bidégorry meldete Banque Populaire die Verpflichtung von Armel Le Cléac’h alias „der Schakal“. Er wird für die nächste Vendée Globe eine Open 60‘ IMOCA steuern. Bei dem Boot handelt es sich um die ehemalige Foncia von Michel Desjoyeaux. Wer Bidégorrys Nachfolge für die Jules Verne Trophy antreten wird, darüber ist hingegen noch nichts bekannt. Banque Populaire hat bisher lediglich Ronan Lucas zum Team Manager ihres Rennstalls ernannt. Dieser umfasst zusätzlich zu den beiden genannten Booten auch eine von Jeanne Grégoire gesegelte Figaro-Jacht.
Die vierte Etappe der Velux 5 Oceans geht dem Ende entgegen und es sieht ganz danach aus, als ob Brad Van Liew einen erneuten Sieg nach Hause fahren kann. Nach dem Aus von Gutkowski in Brasilien sind nur noch drei Boote im Rennen. Im Anschluss an den Zwischenhalt in Amerika segeln die Skipper nach La Rochelle.
Die 17 Einhand-Skipper der Transat Benodet-Martinique setzen ihre Fahrt Richtung Antillen fort. Die Flotte ist noch immer sehr geschlossen; nur vierzig Meilen trennen den Führenden vom Zehntplatzierten. An der Spitze segelt derzeit Fabien Delahaye vor Thomas Rouxel und Eric Drouglazet. Gildas Morvan, der mehrere Tage lang in Führung lag, ist auf den 11. Platz zurückgefallen.
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