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Segelgeschehen

Rückblick auf die vergangene Woche

4. Oktober 2011

Der herbstliche Kalender ist proppenvoll. Bei Freunden von Klassiker-, Jollen- und Hochseeregatten kommt da bestimmt keine Langeweile auf. Einmal mehr war die vergangene Woche unglaublich ereignisreich – ein Beweis dafür, dass der Schweizer Segelsport in Bestform ist.

Bei der Transat 6,50 dürften die ersten Konkurrenten in dem Moment, in dem Sie diese Zeilen lesen, die Ziellinie passieren. David Raison und Etienne David lagen am Montagmorgen bei den Prototypen an 1. und 3. Stelle, während der bei den Serienbooten segelnde Nicolas Groux auf dem 40. Platz einige Schwierigkeiten zu haben schien.

Gleichzeitig fand in Südfrankreich das grosse Jahrestreffen der Klassikerjachten statt. 300 Segelboote profitierten an den Voiles de Saint-Tropez die ganze Woche von herrlichem Sonnenschein. Wind wollte bei dem Bilderbuchwetter aber keiner aufkommen. Es war dennoch ein tolles Fest, an dem die 4200 anwesenden Seeleute die aussergewöhnliche Stimmung – für viele der Höhepunkt dieser Traditionsveranstaltung – in vollen Zügen geniessen konnten. In der IRC A Klasse setzte sich Highland Fling gegen Shockwave und Jethou durch. Bei den 15mR gewann Mariska vor Tuiga und The Lady Anne und bei den Gafelljachten (Epoque Aurique A) segelte Kelpie vor Victory und Bona Fide auf den obersten Podestplatz.

Bei den Extreme 40 stand vor Nizza die siebte Begegnung der Saison auf dem Programm. Groupe Edmond de Rothschild zeigte dabei ihre ganze Klasse und Pierre Pennec übernahm die Führung der Gesamtwertung mit einem winzigen Punkt Vorsprung vor Artemis Racing. Die beiden letzten Events in Almeria und Singapur werden die Saison 2011 abschliessen.

Yann Guichard hat letzte Woche seine Teilnahme bei den MOD70D bekannt gegeben. Der frühere Skipper der Gitana und gegenwärtige Steuermann der Extreme 40 Alinghi ersteht die Nummer 5 der neuen Hochsee-Mehrrümpfer und stösst damit zu Stève Ravussin, Roland Jourdain, Michel Desjoyeaux, Sébastien Josse und Sydney Gavignet. Am kommenden Wochenende werden die drei bereits segelnden Boote in Trinité-sur-Mer eine Freundschaftsregatta austragen.

Ebenfalls bei den internationalen Klassen haben die RC44 ihren zweitletzten Event in Kroatien bestritten. Chris Bake auf Team Aqua sicherte sich mit seinem Sieg auch gleich den Meisterschaftstitel. Die RC44-Tour wird im November auf den Kanaren zu Ende gehen.

Auch in der Schweiz war einiges los. Die Surprise segelten vor der Société Nautique de Genève den Final der Trophée Mirabaud, der Genferseemeisterschaft der Klasse. Gewonnen wurde er vom CER mit Nelson Mettraux. Michel Glaus auf Platz 2 holte sich die Trophäe, allerdings nur provisorisch, da wegen eines Verstosses gegen die Vermessungsvorschriften Protest eingelegt wurde und das Urteil noch aussteht. Mirabaud 1, die mit intakten Siegeschancen zum Finale angetreten war, musste sich nach zwei bedauerlichen Disqualifizierungen mit Platz 10 begnügen.

Die Dolphin trugen in Oberhofen ihre Schweizermeisterschaft aus. Nach sechs Läufen stand Rico Gregorini als Sieger fest. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Michel Vaucher und Tom Studer. Insgesamt haben 27 Konkurrenten an der Meisterschaft teilgenommen.