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Segelgeschehen

Rückblick auf die vergangene Woche

31. Januar 2012

Von Vincent Gillioz

Die Ankündigung der heranziehenden Kältewelle wird die Teilnehmer der Transquadra bestimmt kalt lassen: Sie haben sich am Samstag zur Route des Antilles aufgemacht, wo sie wärmere Temperaturen erwarten. 28 Einhandsegler und 60 Zweihandteams sind am 28. Januar in Madeira zur grössten Atlantiküberquerung aufgebrochen. Viele von ihnen machen damit einen lang gehegten Traum wahr. Die Regatta ist Amateurseglern über 40 vorbehalten und zählt auch fünf Schweizer zu den diesjährigen Teilnehmern: Christophe Peclard, der mit dem Franzosen Hervé Chanu segelt, sowie die beiden Schweizer Crews Jean-François Guillet/Jean-Jacques Riond und Marc Buntschu/Yvan Racenet. Am Montag lag Calyps La Marie Morgane (Buntschu/Racenet) an 11. Stelle. Expat (Peclard/Chanuz) folgte an 37., Ocean Voc (Guillet/Riond) an 52. Position.

A propos Karibik: Der Film über den Skippers Cup, der im letzten November rund 50 Schweizer Segler zu einer einwöchigen Rallye in den BVIs versammelt hatte, kann jetzt auf Skippers.tv angeschaut werden (hier klicken). In der Frühlingsausgabe von Skippers können Sie dann auch die Reportage über das Jubiläumsereignis lesen.

Die Teams des Volvo Ocean Race durchqueren gerade die Malakkastrasse in Richtung Norden. Team Telefonica führt noch immer, Groupama ist ihr aber dicht auf den Fersen. Puma weist 6 Seemeilen Rückstand auf, versucht aber aufzuschliessen. Knapp 1000 Seemeilen nach Malé auf den Malediven befinden sich die Teams auf dem Weg nach Singapur fast alle in Sichtweite. Ein untrügliches Zeichen für das hohe sportliche Niveau der Regatta!

Ebenfalls auf hoher See unterwegs sind die am Global Ocean Race engagierten Zweierteams Die Weltumsegler haben auf ihren Class 40 Wellington in Neuseeland verlassen und die 6000 Seemeilen zum Kap Hoorn und Punta Del Este in Uruguay unter den Bug genommen. Vier der fünf Konkurrenten haben sich für eine nördliche Route entschieden, die nur wenig vom direktesten Weg abweicht. Financial Crisis hat hingegen einen südlicheren Kurs eingeschlagen, der sich bisher aber nicht auszuzahlen scheint.

Am vergangenen Wochenende hat der französische Skipper Yann Guichard seine MOD 70 eingewassert. Spindrift Racing nutzte die Gelegenheit, um einen Teil des Teams bekannt zu geben. Dabei fiel auch der Name Pascal Bidégorry. Er wird das Team in der kommenden Saison verstärken. Der baskische Skipper war auf Stève Ravussins Trimaran gesehen worden und scheint Gefallen an ihm zu finden. Er wird seine Multihull-Erfahrung bestimmt gewinnbringend einbringen können.

Auf drei Rümpfen ist auch Alain Thébault unterwegs. Er konnte mit DCNS einen neuen Hauptsponsor für den Hydroptère gewinnen. Das weltweit führende Schiffbauunternehmen macht sich neben seinem Kerngeschäft für nachhaltige Energie stark und wird das fliegende Boot unter anderem für sein sozial-sportliches Programm „Les Filières du Talent“ einsetzen. Den dazugehörigen Film gibt es hier. An der Rekordkampagne 2012-2014 des Hydroptère, an der unter anderem der 24-Stunden-Streckenrekord geknackt werden soll, wird auch der ehemalige Skifahrer und Rallyepilot Luc Alphand mitsegeln.

Jérémie Beyou gab am Freitag bekannt, dass er die nächste Vendée Globe bestreiten will. Sie startet im November 2012 in Les Sables d’Olonnes. Der Skipper und Sieger der Figaro und der Jacques Vabre wird in den Farben seines neuen Partners Maître Coq mit der ehemaligen Foncia antreten, mit der Michel Desjoyeaux die letzte Ausgabe gewonnen hatte. Beyou ist bereits der 16. offiziell gemeldete Konkurrent. Vor vier Jahren war eine 30 Boote starke Flotte zur Vendée Globe gestartet.

Die Olympiasegler erlebten am Weltcup in Miami eine weitere harte Woche. Nathalie Brugger (6.) und auch Marazzi/De Maria zeigten eine gute Leistung. Manon Luther wurde 26., Guillaume Girod 34.

Gleich noch eine weitere Meldung vom Jollensegeln: Die Laserklasse hat ein Laser Youth European Ranking für Standard, Radial und 4.7 eingeführt, bei dem alle grossen Events des Regattakalenders berücksichtigt werden. Die Rangliste ist europäischen Regatteuren vorbehalten und wird alle drei Monate nachgeführt. Mehrere Schweizerinnen und Schweizer konnten sich bereits ganz vorne platzieren. Bei den Laser 4.7 liegt Maud Jayet auf Platz 6. Bei den unter 16-Jährigen reicht es ihr sogar für Platz 2, direkt vor Marine Van Campenhout auf Platz 3. Sébastien Schneiter bei den U18 und Nils Theuninck bei den U16 führen die Rangliste sogar an. Kilian Wagen folgt mit dem 2. Platz bei den U16 direkt dahinter.