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Segelgeschehen

Rückblick auf die vergangene Woche

20. mars 2012

Von Vincent Gillioz

Auf dem Programm dieses 11. Newsletters 2012: Volvo Ocean Race, Class 40, IMOCA und America’s Cup sowie Informationen über das Sponsoring und aktuelle Meldungen zur ISAF.

Hochseeregatten
Nach einer knapp einwöchigen Pause an Land ertönte am Wochenende der Startschuss zur 5. Etappe des Volvo Ocean Race. Die Teams hatten gerade genügend Zeit, ihre Boote zu reparieren und wieder segeltüchtig zu machen. Abu Dhabi musste allerdings bereits kurz nach dem Start wieder umkehren, um eine gebrochene Schotwand zu flicken. Für die Flotte ging es gleich richtig zur Sache: Die Boote segeln im Southern Ocean bei ruppigen Bedingungen und bis zu 5 Meter hohen Wellen gegen den Wind. Am Montagmorgen führte Team Telefonica vor Camper und Puma; Groupama folgte an vierter Stelle.

Bei den Class 40 ist Nico Budel, der in der zweiten Etappe des Global Ocean Race aufgeben musste, in Punta Del Este eingetroffen, nachdem er sein Boot in Kapstadt repariert und den Südatlantik durchquert hatte. Der niederländische Skipper wird das Rennen bei der Etappe nach Charleston am 1. April wieder aufnehmen und an Bord der Sec Ayai von seinem Landsmann Erik van Vuuren unterstützt. Dadurch wird das in Kapstadt auf drei Boote geschrumpfte Teilnehmerfeld an den beiden letzten Etappen wieder aus vier Teams bestehen.

Die elf Konkurrenten der Solidaire du Chocolat sind derweil südwestlich der Azoren unterwegs. Es führt nach wie vor die Paarung Riechers/Lepesquieux. Stéphane Le Diraison und Adrien Hardy liegen auf Platz zwei, Yannick Bestaven und Eric Drouglazet auf Rang 3.

Der Schweizer Skipper Bernard Stamm verkündete, dass er am Europa Race teilnehmen wird. Die Regatta der IMOCA-Klasse startet am 5. Mai 2012 in Istanbul. Bis dahin dürften die Reparaturarbeiten an der Cheminées Poujoulat, die an der letzten Transat Jacques Vabre eine Havarie erlitten hatte, beendet sein, sodass Stamm das Boot testen und bis zum Bosporus überführen kann.

America’s Cup
Ab dem 7. April werden im Schwachwindrevier vor Neapel die America’s Cup World Series ausgetragen. Dazu wurden die AC 45 an ihren Flügelsegeln mit speziellen Verlängerungen ausgestattet. Artemis hat übrigens ihre ersten Testfahrten mit dem neuen Flügelsegel absolviert, das auf einem früheren ORMA-Katamaran montiert ist. Mit diesem Trick kann das schwedische Team die Vorlage umgehen, die besagt, dass auf den AC 72 höchstens 30 Tage gesegelt werden darf.

Sponsoring
Groupama, das Franck Cammas seit vielen Jahren unterstützt, hat Ende letzter Woche bekannt gegeben, dass es sich nach dem Volvo Ocean Race als Sponsor aus dem Segelsport zurückzieht. Die Versicherung hatte sich eigentlich bis 2015 verpflichtet, zog es aufgrund schlechter Finanzergebnisse jedoch vor, vorzeitig auszusteigen. Gleichzeitig beendet Groupama auch seine Sponsorentätigkeit im Fussball. Für die Hochseeregattaszene kommt diese Meldung nur einen Monat nach dem Rückzug von Veolia einer Hiobsbotschaft gleich. Die Multis werden sich wohl etwas einfallen lassen müssen.

ISAF
Im spanischen Santander haben am Samstag die Tests für die Auswahl der künftigen olympischen Boote begonnen. 44 Regatteure aus 23 Ländern, darunter die Schweiz, testen noch bis am 25. März sechs Einhandjollen für Frauen und sieben Katamarane für gemischte Teams.

Jollensegeln
Am vergangenen Wochenende trafen sich die Optimistensegler auf dem Luganersee zur ersten Regatta der Punktemeisterschaft. Es konnten zwei Läufe gesegelt werden. Dank einem Laufsieg und einem 2. Platz setzte sich Romain Defferard vom CNV an die Spitze. Auf Rang 2 und 3 rangieren punktgleich Philippe Pittet und Damian Suri, beide vom YCB. Neu finden Sie die aktuellsten News zum Swiss Sailing Team sowie alle in Skippers erschienenen Artikel zu diesem Thema und Videos in der SUI-Rubrik auf Skippers.tv: http://www.skippers.tv/de/special/sst/