Segelgeschehen
Rückblick auf die vergangene Woche
8. août 2012
Rückblick auf die letzte Woche
Von Vincent Gillioz
Das Redaktionsteam von Skippers ist zurück aus den Ferien und freut sich, Sie wieder beim wöchentlichen Newsletter begrüssen zu dürfen. Im Juli war in der Segelwelt so viel los, dass wir in dieser Augustausgabe unmöglich über alle Ereignisse berichten können. Wir haben aber ein paar besondere Anlässe herausgepickt, mit denen wir in den zweiten Teil des Sommers starten.
Hochseeregatten
Topevent im Juli war bestimmt das Volvo Ocean Race. Mit seinem Sieg sorgte Franck Cammas für ein Comeback der Franzosen. Cammas hat das geschafft, woran Eric Tabarly vier Mal gescheitert war. Nach dieser denkwürdigen, nur von acht Teams bestrittenen Ausgabe gaben die Organisatoren bekannt, dass das nächste Volvo Ocean Race, das Ende 2014 in Alicante starten soll, auf One-Design-Booten gesegelt wird.
An der Solitaire du Figaro, die dieses Jahr im Juli über drei Etappen ausgetragen wurde, konnte sich Yann Eliès als Sieger feiern lassen. Der frühere Mini-Segler Thomas Normand gewann bei den Neuligen («Bizuts») und klassierte sich als 15. in der Gesamtwertung. Insgesamt hatten 37 Segler an der Einhandregatta teilgenommen.
Das erste Hochseerennen der Multi One Design, das Krys Ocean Race, konnte Yann Guichard auf Spindrift Racing in 4 Tagen, 21 Stunden und 37 Sekunden für sich entscheiden. Race for Water, die MOD von Stève Ravussin, kollidierte mitten auf dem Atlantik mit einem unbekannten Gegenstand und kam erst 24 später in Brest an. Nächster Event ist die European Tour, die am 30. August in Kiel startet.
Halvard Mabire und Miranda Merron haben das Quebec – St-Malo, das am 3. August zu Ende gegangen ist, gewonnen.
Im Bereich der Hochseeseglerei noch zu erwähnen ist der fantastische 24-Stunden-Rekord von Francis Joyon. Er hat auf seinem 29 Meter langen Riesentrimaran IDEC 668 Seemeilen zurückgelegt.
Internationale Klassen und Regatten
An der Schweizermeisterschaft der Surprise-Boote Mitte Juli vor der Société nautique de Genève liess Eric Monnin die Konkurrenz hinter sich. In der Woche danach trafen die Teams erneut auf dem Genfersee aufeinander, diesmal aber vor dem CNV in Versoix an der Europameisterschaft der Surprise -Klasse. Diesmal holte sich Etienne David auf Mirabaud 3 den Titel.
Das Team des CER, das schon an der Bol d’Or Mirabaud eine brillante Leistung gezeigt hatte, schnitt auch bei der Tour de France à la Voile hervorragend ab. Die Genfer belegten den 5. Schlussrang hinter den Siegern TPM Coych. Jérôme Clerc und Elodie-Jane Mettraux sicherten sich den Sieg in der Amateurwertung und Bienne Voile wurde 14.
An der WM der Melges 24 in Torbole konnte das Team um Jean-Marc Monnard einen Achtungserfolg verbuchen. Es belegte mit seiner Poizon Rouge nach elf Läufen im 64 Boote starken Feld den 9. Schlussrang. Zweimal segelten die Schweizer sogar unter die besten drei.
Schweizer Segelsport
Es werden nicht nur auf dem Meer neue Rekorde aufgestellt. Der Hydroptère.ch hat den Genfersee-Stundenrekord mit unglaublichen 25,25 Knoten gebrochen. Bei dem Versuch, auch das begehrte Blaue Band zu gewinnen, wurde jedoch der Steuerbordtrimmer beschädigt, worauf der Rekordversuch abgebrochen werden musste.
Anfang Juli fand in Morges die drittletzte Etappe der Safram TeamWork M2 Speed Tour statt. Dabei verwies die siegreiche Safram TeamWork und Tilt auf die Plätze 2 und 3. Die beiden letzten Events der Saison werden Anfang September auf dem Gardasee ausgetragen. Im Zwischenklassement führt weiter Spam vor dem Team 75e Bol d’Or Mirabaud.
Zu erwähnen sind auch die 34 Teams, die seit Sonntagabend im Rahmen der 20. Ausgabe der 5 jours du Léman auf dem Genfersee unterwegs sind. Gegen Montagmittag hatte Biensur Jr. als Führende ein erstes Mal den See umrundet.
Jollen- und olympisches Segeln
Absolutes Sommerhighlight sind natürlich die Olympischen Spiele in London. Die Schweizer Segeldelegation konnte leider nicht über sich hinauswachsen und blieb hinter den Erwartungen zurück. Sogar die grössten Medaillenhoffnungen schafften es nicht in die Medal Races. Die Starsegler Marazzi/De Maria mussten sich mit dem 13. Platz begnügen und Nathalie Brugger reichte es auf Laser Radial nur für Rang 14. Bei Redaktionsschluss lagen die Youngster Romuald Hausser und Yannick Brauchli im 470er auf Rang 17 und Windsurfer Richard Stauffer (RS:X) hatte sich gerade noch für das Medal Race qualifiziert.
Das schönste Ergebnis der diesjährigen olympischen Segelwettbewerbe ist zweifellos der Sieg des Briten Ben Ainslie, der nach einer denkwürdigen Regatta punktgleich mit Hogh Christensen aus Dänemark Gold holte. Jonathan Lobert, der Sieger des Medal Race, gewann Bronze.